Zu diesem Handbuch
Dieses kompakte Handbuch liefert Ihnen die erforderlichen Informationen für den Umgang mit
der Baugruppe ibaLink-VME.
Weitere Informationen bezüglich der softwaretechnischen Einbindung und Verwendung des Ge
rätes finden Sie entweder in speziellen Projektierungsanleitungen oder in den Handbüchern zu
unseren Softwareprodukten.

Zielgruppe
Diese Dokumentation wendet sich an ausgebildete Fachkräfte, die mit dem Umgang mit elekt
rischen und elektronischen Baugruppen sowie der Kommunikations- und Messtechnik vertraut
sind. Als Fachkraft gilt, wer auf Grund der fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen
sowie Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen die übertragenen Arbeiten beurteilen und
mögliche Gefahren erkennen kann.
Einleitung
Die Baugruppe ibaLink-VME ist eine multifunktionale, bidirektionale Schnittstellenkarte für den
Einsatz in VMEbus-basierten SPS- und Rechnersystemen. Sie ist geeignet für Datenerfassungs-
und Prozessmonitoring-Anwendungen sowie für Anwendungen mit Steuerungssystemen, wie
beispielsweise der Soft-SPS ibaLogic.
ibaLink-VME ist das Nachfolgemodell der Baugruppe ibaLink-SM-128V-i-2o (hier auch als SM128
bezeichnet) und vollständig kompatibel zu den bisherigen Funktionen im 3Mbit-Modus. Darü
ber hinaus bietet ibaLink-VME neue Funktionalitäten mit den ibaNet-Protokollen 32Mbit und
32Mbit Flex.
Die wesentlichen Merkmale der Baugruppe sind:
■ 1 bidirektionaler LWL-Anschluss (Channel 1) für Ein-/Ausgabesignale
■ 1 unidirektionaler LWL-Anschluss (Channel 2) für Ausgabesignale
■ ibaNet-Protokolle 3Mbit, 32Mbit und 32Mbit Flex
■ Flexible Datenauswahl und Einstellung der Datenrate mit 32Mbit Flex
■ Kaskadierung von bis zu 15 Geräten im 32Mbit Flex-Modus an Channel 1
■ volle Kompatibilität zu allen ibaFOB-Karten
■ volle Kompatibilität zu den Prozessanschlüssen der ibaPADU-8-IO und ibaNet750-BM-Serien
■ Konsistenzmodus
■ Datenaustausch zwischen 2 Systemen im Peer-to-Peer-Modus (P2P)
Die Baugruppe kann in allen gängigen VME32- und VME64-Systemen (6 HE) eingesetzt werden.
Die Baugruppe arbeitet mit einer Versorgungsspannung von 5V (vom VMEbus).
VME-Spezifikation gemäß ANSI VITA 1-1994:
■ Unterstützte Adressierung: A24. A32. A40 und A64
■ Unterstützte Datenformate: 8/16/32 Bit (D08/D16/D32/MD32)
■ Unterstützter Blocktransfer: 8/16/32 Bit (BLT)
■ Unterstützter Blocktransfer: 64 Bit (MBLT)
■ Unaligned Transfer (UAT) und Read-Modify-Write (RMW)
Nicht unterstützt werden die folgenden Modi:
■ Autokonfiguration (AutoSlotID)
■ 2eVME/2eSST
Die Baugruppe ist am VMEbus eine passive Slave-Karte, d.h. es erfolgen keine aktiven Master
Zugriffe am VMEbus. Sie belegt am VMEbus 256 kByte Adressraum.
Konsistenzmodus
Der Austausch der Daten zwischen VME-Seite und LWL-Seite erfolgt asynchron. Dies bedeutet,
dass ein Datenblock, der auf der VME-Seite geschrieben wird, nicht unbedingt als ein Block im
Lichtwellenleiter gesendet wird. Je nach Art des Schreibzugriffs (Byte, Word oder Dword) wer
den Datenblöcke nur teilweise konsistent übertragen.
Ist es erforderlich, dass konsistente Datentelegramme in einem Block übertragen werden, kann
mittels DIP-Schalter ein spezieller Konsistenzmodus aktiviert werden. Dann erfolgt ein Update
der VME-Empfangs- und Sendepuffer nur, wenn die Daten in ein spezielles Update-Register ge
schrieben werden. Auf diese Weise können Blöcke konsistenter Daten zusammengehalten wer
den.
Anwendungsbereiche
3Mbit-Protokoll
Unter Verwendung des ibaNet-Protokolls 3Mbit können alle iba-Geräte, die dieses Protokoll un
terstützen, ein- und ausgangsseitig angeschlossen werden. Damit sind folgende Anwendungen
möglich:
■ Rechnerkopplung zu SIMATIC S5. SIMIKRO MMC und SIMADYN D (ibaLink-SM-64-io und –SD-16)
■ Einfache Ein- und Ausgabe von Peripheriesignalen (z.B. ibaPADU-8. -16. -32. -8-O,
ibaNet750-BM)
■ Ankopplung an ibaLogic-V3. ibaLogic-V4. ibaPDA (alle ibaFOB-Karten), auch kaskadierbar mit
wechat/whatsapp:
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